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Es war schon ein
grandioses Bild, das sich den Maiausflügler am „Tag der Arbeit“ auf
dem Neckar bot. Zehn nagelneue feuerrote Canadier aus dem „Hochseilgarten
Neckargemünd“ wurden in Hirschhorn vom Besitzer Thomas Strifler
getauft und direkt anschließend einem Härtetest unterzogen. Im
Konvoi ging es flussabwärts Richtung Neckargemünd, wo nach ca. drei
Stunden nicht nur die Boote sondern auch die „Besatzung“ ohne
Blessuren wieder anlegte. |
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Die Teilnehmer trafen
überwiegend mit der S-Bahn in Hirschhorn ein und erreichten bereits
nach wenigen Minuten den Treffpunkt am Sportplatz. Als erstes wurden
die passenden Schwimmwesten verteilt und vorschriftsmäßig angelegt.
Anschließend wurden die Canadier am Steg bereitgestellt und die
teilnehmende Crew den jeweiligen Booten zugeordnet. Die Jüngsten
konnten es kaum abwarten bis es los ging und suchten sich beim
Probesitzen bereits mal ein geeignetes Plätzchen aus. |
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Bei der offiziellen
Begrüßung gab es vom „Chef“ eine prägnante Einweisung zum
fachgerechten Umgang mit den Booten sowie der richtigen
Paddeltechnik. Wie es in der Schifffahrt üblich ist, mussten die
neuen Boote, bevor sie zu Wasser gelassen wurden, erst einmal
getauft werden. Gemeinsam mit der „Besatzung“ wurde auf allzeit gute
Fahrt und immer eine „Hand breit Wasser unterm Kiel“, mit einem
Gläschen Sekt angestoßen. |
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Dann wurde es Ernst,
die Ersten konnten die Boote besteigen. Ein liebevoller
Abschiedskuss wurde mit dem Partner ausgetauscht, man weiß ja nie
was passiert! Dann konnte es losgehen, die ersten Boote stachen in
„See“. Bei ruhigem Wasserspiegel und guter Wetterlage wurden erste
Erfahrungen mit Kanu und Paddel ausgelotet. Zaghaft wurde eine
kleine Runde gedreht und danach kollegial auf die restlichen
Teilnehmer gewartet. |
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Ein Canadier nach dem
Anderen legte ab. Die gemischte Mannschaft aus Erwachsenen und
Kindern, absolvierte überwiegend ihre erste Kanufahrt. Das
Unternehmen war zu jedem Zeitpunkt völlig ungefährlich, zumal alle
die vorgeschriebenen Schwimmwesten angelegt hatten. Trotzdem waren
die ersten Sekunden von einer leichten Unsicherheit geprägt, doch
recht schnell wurden die Ausführungen bezüglich der richtigen
Technik in die Tat umgesetzt und man kam problemlos voran. |
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Nach der ersten
Feinabstimmung innerhalb der Mannschaft und den ersten
Paddelschlägen, versammelten sich alle Boote mitten auf dem Neckar,
um gemeinsam los zu fahren. Ein tolles Bild - zehn Canadier
nebeneinander. Noch einmal wurde den vielen Zuschauern am Neckarufer
gewunken und dann nahm man endgültig Fahrt auf in Richtung
Neckargemünd. Ursprünglich wurden die Canadier von den Indianern
Nordamerikas entwickelt. Dadurch, dass sie große Lasten aufnehmen
können unterstützten sie die nomadische Lebensweise ihrer Erfinder.
Durch ihren geringen Tiefgang sind die Boote sehr wendig und können
auch flache Gewässer befahren. Eine hohe Kentersicherheit wird durch
die breite Bauweise in der Bootsmitte erreicht. |
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Landschaftlich bietet
sich vom Neckar aus eine völlig ungewohnte Perspektive, man kommt
aus dem Staunen nicht mehr heraus und glaubt sich in anderen
Regionen. Gerade im Frühling mit all den blühenden Bäumen rechts und
links des Flusses - Idylle pur. Die Fähre am Neckarhäuserhof hatte
gerade den Fluss überquert als die Gruppe eintraf, somit konnte es
ohne Aufenthalt weitergehen. Denn eine Regel müssen die „Freizeitkapitäne“
zwingend beachten, die Kleinfahrzeuge müssen den Großfahrzeugen
ausweichen. |
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Das richtige Steuern
will zwar etwas geübt sein, was aber relativ schnell, mehr oder
weniger gut klappte. Ein gleichmäßiges Eintauchen der Paddel war von
Vorteil, um in der gewünschten Richtung voran zu kommen. Teilweise
wurde der Rhythmus vorgezählt: eins und zwei, eins und zwei. Mit den
einzelnen Paddelschlägen wird das Boot vorangetrieben, abgebremst,
gesteuert und man gibt dem Boot eine zusätzliche Stabilität im
labilen Gleichgewicht auf dem Wasser. |
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Es ist bereits allein
ein Vergnügen mit seinem Boot über das Wasser zu gleiten, aber
gemeinsam mit einer Gruppe ein unvergessliches Erlebnis. Hier ist
wieder einmal Teamfähigkeit gefragt und für die Kids war es toll zu
sehen, dass die Großen, auch wenn sie nicht alles perfekt können,
mit gemeinsamer Anstrengung das Ziel erreichen. Für Jung und Alt war
es auf jeden Fall eine riesige Gaudi. |
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Das nächste Abenteuer
wartete bereits, die Neckarsteinacher Schleuse war in Sichtweite.
Wenn man Glück hat, lässt einem der Schleusenwärter mitschleusen,
ansonsten ist das Umsetzen der Boote per Muskelkraft oder mittels
Rollwagen vonnöten. Ein Zwischenspurt wurde eingelegt, jeder wollte
der Erste sein und so kam es, dass drei Canadier gleichzeitig die
Umtragestelle erreichten. Natürlich war die Rampe dafür nicht
ausgelegt und so mussten sich die „Drängler“ einigen und Einer nach
dem Anderen, wie es sich eigentlich auch gehört, das notwendige
Procedere ausführen. |
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Einer hatte die
Erklärungen über die einfache Handhabung mittels Rollwagen
allerdings falsch verstanden, blieb seelenruhig im Kanu sitzen,
ruderte eifrig weiter und ließ seine Mannschaft den Rest machen.
Dieser „junge“ Mann war aber die große Ausnahme! Der Rest
ließ seine Muskeln spielen und trug das Boot zu zweit bzw. zu viert
auf die andere Seite oder transportierte es auf dem Rollwagen. Es
geht doch nichts über einen Kavalier, der guten alten Schule! Damit
seine Mannschaftskollegin nicht ganz ins Wasser musste, beugte sich
der „Kapitän“ galant über das Heck und reichte die benötigte Kette
weiter. |
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Kurzweilig ging die
Tour weiter und nach ca. drei Stunden trafen die Ersten bei der
Anlegestelle am Hochseilgarten in Neckargemünd ein. Überall konnte
man strahlende Gesichter sehen, kein Wunder, sowohl das Material als
auch die Mannschaft hatte das Abenteuer ohne Zwischenfälle
überstanden. Am Ufer warteten bereits die netten Helfer, welche beim
Aussteigen sowie beim Herausziehen der Boote behilflich waren. |
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| Ein Canadier nach dem Anderen
erreichte überwiegend trocken das Ziel, ein bisschen Wasser schwappt
halt schon mal über den Bug. Die Zeit war viel zu schnell vergangen
und für die Meisten war klar: diese Tour ruft nach einer
Wiederholung. Dann vielleicht von Neckargemünd nach Heidelberg, wo
es ebenfalls ein reizvolles Panorama zu genießen gibt. |
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Nachdem die Boote wieder ordnungsgemäß auf dem Anhänger deponiert und gesichert waren, konnte man zum gemütlichen Teil übergehen. Nach dieser sportlichen Betätigung machte sich bei allen ein mehr oder weniger starkes Hungergefühl bemerkbar. Für den Hochseilgarten kein Problem! Der große Schwenkgrill war bereits angeworfen und man musste nur noch warten, bis die Steaks den richtigen Biss hatten. Mitten in der Natur schmeckte es noch mal so gut, die Kinder konnten ungestört toben und die Erwachsenen stießen auf diesen gelungenen Tag an. Ein herzlicher Dank für die tolle Betreuung ging an die Zwei vom Hochseilgarten, Thomas Strifler und Uli Fabian. |
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| boe/bz |